Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete in Deutschland nach Bundesländern.

Definition


Naturschutzgebiete sind gesetzlich geschützte Gebiete zum Schutze von Ökosystemen, insbesondere Tiere und Pflanzen, bei denen besondere Auflagen zur Veränderung, Nutzung oder auch Bebauung bestehen. Ähnliche Schutzgebiete sind Naturparks, Biosphärenreservate, Landschaftsschutzgebiete oder Vogelschutzgebiete.


Deutschland


In Deutschland gibt es in den Stadtstaaten als auch in den Flächenstaaten zahlreiche Naturschutzgebiete. Die flächenmäßig größten Gebiete sind hier aufgeführt, wobei die Naturschutzgebiete der Stadtstaaten wegen ihrer meist geringen Größe vernachlässigt werden.
In Baden - Württemberg bestehen über 1000 Naturschutzgebiete, die größten sind Feldberg, Gletscherkessel Präg, Belchen, Wurzacher Ried und Taubergießen.
Im Freistaat Bayern machen die Naturschutzgebiete eine Fäche von über 150000 Hektar aus. Davon entfallen allein auf die Allgäuer Hochalpen und das Ammergebirge jeweils ungefähr 20000 Hektar. Weitere Großgebiete sind Geigelstein, Karwendelgebirge, Östliche Chiemgauer Alpen und der Schachen mit Reintal.
Circa 7 % der Landesfläche von Brandenburg sind Naturschutzgebiete. Am ausgedehntesten sind Forst Zinna Jüterborg- Keilberg, Heidehof- Golmberg, die Kleine Schorfheide und Stechlin.
Hessen verfügt über annähernd 800 Gebiete, die eine Durchschnittsfläche von 50 Hektar haben. Großgebiete wie in anderen Bundesländern sind nicht ausgewiesen.
In Mecklenburg- Vorpommern sind Peenemünder Haken, Struck und Ruden sowie das Peenetal die größten zusammenhängend ausgewiesenen Flächen.
Niedersachsen weist die beachtliche Fläche von über 250000 Hektar Naturschutzgebiet aus. Davon entfallen allein auf die Lüneburger Heide über 20000 Hektar und auch das Küstenmeer mit Inseln hat eine bedeutende Größenordnung.
In Nordrhein- Westfalen gibt es über 3000 ausgewiesene Gebiete, die meist kleinflächig sind. Große Areale sind beispielsweise Östlicher Teutoburger Wald, Rothaarkamm, Schwalenberger Wald oder Siebengebirge.
Auch in Rheinland- Pfalz sind viele kleinflächige Gebiete ausgewiesen. Schutzgebiete gibt es an Mosel, Rhein und Nahe und in vielen kleinen Tälern.
Im Saarland werden über 100 Schutzareale aufgezeigt, das größte ist der Südliche Bliesgau.
Von den mehr als 200 Schutzgebieten in Sachsen nehmen die Königsbrücker und die Oberlausitzer Heide flächenmäßig den größten Teil ein.
In Sachsen- Anhalt sind besonders umfangreiche Gebiete Ohre- Drömling, die Karstlandschaft Questenberg und der Steckby-Lödderitzer Forst.
Naturgemäß sind die großen Naturschutzgebiete Schleswig- Holsteins am oder im Meer. Hierzu zählen das Nordfriesische Wattenmeer und der Helgoländer Felssockel.
Thüringen weist fast 3 % seiner Landesfläche als Naturschutzgebiet aus. Das größte ist die Hohe Schrecke mit mehr als 3000 Hektar.